Haben wir uns bisher ausschließlich damit beschäftigt, wie wesentlich unsere Gedanken und Gefühle für unser seelisches und somit auch körperliches Wohlbefinden sind, so müssen wir auch sehen, daß unser Körper ebenfalls einer Pflege bedarf. Und zwar einer Pflege, die wiederum unserer Seele zugutekommt. Laßt uns erkennen, daß unser Körper der Tempel für unsere Seele ist, die sich auch nur dann » wohl fühlen « kann, wenn wir achtsam mit ihrer Unterkunft, ihrem Tempel, unserem Körper, umgehen. In uns findet ein ständiges Wechselspiel statt. Fühlt sich unsere Seele durch unser harmonisches Denken, Reden und Handeln, also unserer geistigen Arbeit, wohl, bekommt dieses Wohlgefühl auch unser Körper zu spüren. Gehen wir wiederum achtsam und liebevoll im Handeln mit unserem Körper um, trägt auch unsere Seele einen erheblichen Nutzen davon.

Auf eine einfache Formel gebracht, besteht das heutige Dilemma unserer Seelen und Körper darin, daß wir uns ein » zu viel « an Arbeit, Aktivitäten, Genußsucht und allgemeiner Disharmonie zumuten und ein » zu wenig « an Lebens-Freude, Stille, Harmonie, Liebe und Muße.

Was können wir also tun, um uns auch körperlich immer mehr auf den Weg der Mitte zu begeben?   

Für die Menschen, die aus welchen Gründen auch immer, nicht in der Lage sind, körperliche Übungen zu vollbringen, möchte ich folgendes ans Herz legen. Sei dir darüber bewußt, daß allein durch dein Denken und Fühlen göttliche Kräfte in dir aktiviert werden. Deshalb mache eine körperliche Übung einfach durch geistige Vorstellungskraft und VERTRAUE AUF DAS GÖTTLICHE   IN   DIR.

Bevor wir mit der Tagesarbeit beginnen, sollten wir uns morgens geistig und körperlich darauf einstimmen. Die Zeitdauer bleibt jedem selbst überlassen, da die Lebensumstände für jeden verschieden sind. Zunächst durch eine Zeit der inneren Stille. Um zur inneren Stille zu kommen, ist es empfehlenswert, die Aufmerksamkeit auf den Atem zu lenken und einige tiefere Atemzüge zu tun, als es sonst üblich ist, und dabei sollten wir uns voll auf die Gegenwart Gottes in uns konzentrieren und im Geiste einen Schutzmantel um uns errichten, der nichts Negatives und Unvollkommenes durchläßt. Dabei denken wir:

 

                            Ich vertraue auf die Gottes-Kraft, Weisheit,
                         Liebe, das Vertrauen und den Mut in mir
                         und ich bin frei.

                         Ich bin vollkommen im Schutz meiner Gottes-Kraft in mir
                         und nichts und niemand kann mir Schaden zufügen.

 

Erst nach dieser Übung sollte das Tagewerk begonnen werden. Wenn sie täglich gemacht wird, ist sie von ungeheurem Nutzen und bringt auf die Dauer reichlichen Segen.

Eine weitere Möglichkeit, sich dem neuen Tag in achtsamer und liebevoller Weise zu öffnen, bieten die folgenden Übungen aus dem Buch  „Die 21 Chakren“ von Marianne Uhl.

»» Stell dich mit leicht gespreitzten Beinen hin, die Arme nach oben gestreckt, dabei die Ellenbogen etwas angewinkelt, die Handflächen nach innen, den Kopf leicht in den Nacken gelegt, die Augen sind geschlossen.

Atme ruhig, sanft, ein und aus.

                                                                                                                                                                                                 

                                                         LichtSchutz1

 

Stell dir nun einen Licht- oder Sonnenstrahl vor, der aus dem Universum durch deinen Körper fließt. Ruhe dabei eine Weile, bis du innere Stille fühlst.

                                                                 Atme ruhig, sanft ein und aus.

 

                                                         LichtSchutz2

 

Halte diesen Lichtstrahl mit dem Daumen fest. Die Handinnenflächen werden nach außen oben gelegt und berühren sich über dem Kopf.

Bei jedem sanftem Einatmen stellst du dir geistig vor, wie jede Zelle deines Körpers mit göttlichem Licht aus dem Kosmos durchflutet wird.

Atme ruhig, sanft ein und aus.

 

                                                         LichtSchutz3

 

Jetzt zieh in einem weiten Bogen diesen Licht- oder Sonnenstrahl um deinen Körper, bis die Fingerspitzen den Oberschenkel berühren.

Atme ruhig, sanft, ein und aus. Bleibe ruhig stehen. ««

 

                                                                       LichtSchutz4

 

Besonders bitte ich dich, den geistig und somit auch seelischen Teil dieser Übungen immer wieder zu beachten; d.h. du solltest dich auf die Art deiner Gedanken und Gefühle konzentrieren. Sie bewirken das Aktivieren und Verstärken deiner inneren Gottes-Kraft.

Deshalb möchte ich dir immer wieder folgende Worte anbieten, die du selbstverständlich nach deinen Vorstellungen und Bedürfnissen verändern kannst.

                              Ich vertraue auf die Gottes-Kraft, Weisheit,
                              Liebe das Vertrauen und den Mut in mir
                             und ich bin frei.

                             Ich bin vollkommen in Schutz meiner Gottes-Kraft in mir
                             und nichts und niemand kann mir Schaden zufügen.

Ich möchte noch einmal betonen, dass ich es für außerordentlich wichtig halte, dass du dir aus allem, was ich dir in diesem Buch anbiete, das herausnimmst, wo du das Gefühl hast, dass es gut und richtig für dich sei. Es sollte immer mit deinem eigenen Gefühl und deinen Bedürfnissen übereinstimmen. Es hat wenig Sinn, krampfhaft oder mit Anspannung etwas „nachzumachen“. Nein, es ist doch DEIN WEG, auf den du dich begibst. So gestalte auch du deinen Tagesbeginn oder die Zusammenstellung der Übungen so, wie es dir am angenehmsten ist.

Eine weitere Anregung für den sanften Tagesbeginn wäre die folgende Übungsreihe. Vielleicht machst du aber nur die vorhergehende. Du kannst dir auch von beiden etwas aussuchen und sie miteinander kombinieren. Gehe einfach danach, was du möchtest. Du kannst gar nichts verkehrt machen, weil alle Übungen dazu dienen, dass du dich mit dir selbst und dem göttlichen in dir verbindest. Betrachte es einfach als dein  “ morgentliches  Ritual “ mit dir.

Bitte versuch die folgenden Übungen mit einem besonderen Gefühl der Achtsamkeit und Liebe zu dir selbst durchzuführen. Sei ganz mit dir verbunden. Denke dabei an die Liebe zu Dir und fühle sie.  

Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit ist die beabsichtigte Lenkung der Aufmerksamkeit auf die Gegenwart d.h. auf den aktuellen Moment, auf die gegenwärtige Erfahrung. In diesem Zusammenhang wird häufig die kleine Geschichte eines Mönchs zitiert. Er wurde gefragt, warum er trotz seiner vielen Beschäftigungen immer so gesammelt sein könne. Er antwortete: „Wenn ich stehe, dann stehe ich, wenn ich gehe, dann gehe ich, wenn ich sitze, dann sitze ich, wenn ich esse, dann esse ich, wenn ich spreche, dann spreche ich.“ Da erwiderten die Fragenden: „Aber das tun wir doch auch.“ Und er fügte hinzu: „Nein, wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon, wenn ihr steht, dann lauft ihr schon, wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel.“

Achtsamkeit ermöglicht es, alle Erfahrungen, Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen erst einmal nur zu registrieren, ganz bewußt, jedoch ohne diese zu bewerten. Dein Leben wird intensiver und gewinnt an Kraft und Stärke dadurch, dass Du in jedem Augenblick ganz gegenwärtig bist. Du lebst im Hier und Jetzt.

Ein liebevoller Körperkontakt ist für uns lebenswichtig, egal ob jung oder alt.

                              “ Der Mensch ist das beste Heilmittel des Menschen.“    Paracelsus

Das achtsame Berühren mit den Händen ist wohl die älteste Behandlungsmethode der Menschheit.

Alle, die es gewagt haben, von den vielen äußeren Aktivitäten einmal zurückzutreten, Stille zuzulassen und einfach präsent mit sich selbst zu sein, haben es beschrieben als eine Erfahrung, in der sich das Herz weitet und ein Gefühl von Geborgenheit entsteht.

Versuch es doch einmal mit den nachfolgenden Übungen.

 

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Nach dieser stillen Kontaktaufnahme mit dem neuen Tag wenden wir uns einer weiteren, sehr wirkungsvollen Methode zu, unseren Körper » sanft zu beleben «. Der Bürstenmassage. Sie sollte etwa 4-5 Minuten, je nach Gefühl, dauern.

Für diese Massage benutze bitte eine „Badezimmerbürste“. Es ist wichtig, daß die Bürste natürliche Pflanzenborsten hat. Synthetische Borsten sind unbedingt zu vermeiden. Die Bürste sollte trocken bleiben und nicht zum Baden benutzt werden.

Der Körper sollte trocken sein und die Bürste mit sanftem Druck über jede Körperpartie mit Ausnahme des Gesichts streichen. Dabei sollte die Bürste sich nicht hin und her bewegen, nicht kreisen, nicht (kräftig auf der Stelle) „schrubben“ und nicht massieren – einmal schwungvoll über die Haut „wischen“ genügt! Du solltest stets in Richtung Unterleib bürsten. Bürste zuerst über Hals, Schultern und Rumpf abwärts und dann über Arme, Beine und Gesäß nach oben! Auf den Schultern und dem oberen Rücken darfst du auch in seitlicher Richtung bürsten, weil du an diesen Stellen und auf diese Weise den besten Kontakt zu deiner Haut hast.

 

                                                         Bürsten295x295

 

Nach drei Monaten kannst du die Bürstenmassage auf zweimal wöchentlich reduzieren.

                                                        – Für den Rest deines Lebens ! ? – 

   
   

 

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